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WJT 2005: ADAM in Bonn

Wir hatten einen ganzen ADAM Mittwoch. Der Chor reiste schon um 11h zum T-Mobile Zentrum nach Bonn an, um mit Leo die wichtigsten Stellen noch mal zu proben. Es war ein großes Wiedersehen mit vielen alten Freunden, die große ADAM Family war für einen Tag wieder beisammen. Die Sonne stahl sich durch die Wolken vom Vortag und lud zum Picknick im Freien ein. Der ADAM-typische Gewitterregen um 16h blieb uns zum Glück erspart, die Salamibrote auch, die Hektik beim Aufbau und Soundcheck leider nicht. Aber wir hatten ja Mats und der regelte das alles irgendwie immer noch.
Leo hätte bestimmt noch gerne mit der Band das ein oder andere Stück angespielt, aber die Zeit fehlte, ett jeht auch ohne.

Dann ? die Band saß schon auf ihren Plätzen, ging Gregor ans Mikro:
?Entschuldigt bitte die Verspätung, wir können noch nicht anfangen, der Chor ist im Aufzug steckengeblieben.?
Der erste große Lacherfolg, die T-Mobile Halle mit der modernsten Technik und größten Videoleinwand musste technische Hindernisse überwinden, zum Glück gibt es Treppen. Als die Sänger schließlich die Treppe herunterkamen und sich für den Einzug aufstellten, wurden sie mit einem johlenden Applaus begrüßt.
ADAM war ne runde Sache, die Schauspieler haben wieder klasse gespielt und die Spannung bis zum Schluss gehalten. Im Publikum saßen diesmal überwiegend Deutsche und die waren viel zurückhaltender als die internationalen Pilger. Sie kamen zwar auch in Schwung und tanzten am Schluss Polonaise durch die Halle, aber es gab zum Glück nicht von Anfang an LaOla Wellen und das war auch gut so.
Die Zugaben waren diesmal anders, natürlich ?Venimus? (Begeisterung bei den Massen), dann ?Beat the drums? (der neue KJG-Reißer von Gregor, sehr rockig) und ?Sonne und Mond? (Polonaise durch die Halle).
Leo hatte extra Sonne und Mond gewählt, da dieses Lied am Ende sehr ruhig wird. Und er brauchte eine ruhige Ausgangsstimmung für das anschließende Gedenken an den gewaltsam ermordeten Taize-Gründer Frère Roger Schutz. Die Pilger waren schlagartig ruhig und mit dem Taize-Lied ?Oh Lord hear my prayer? gedachten wir Frère Roger. Ruth trug einen sehr schönen Text vor, den sie vorher formuliert hatte und Andreas und Annabelle übersetzten ins Englische bzw. Französische.
Danach vollkommene Stille.

Es war lange still und andächtig. Das war umwerfend und ich würde sagen, der bewegendste Moment des Tages. Unvorstellbar, dass die Pilger eine Minute vorher noch Polonaise getanzt haben und sich dann so besinnen konnten. Der WJT ist eben mehr als nur eine große Party.
Mit ?Im Angesicht der Nacht? schaffte Leo es wieder die Leute aus ihrer Versunkenheit zu holen, und bildete mit dem Auszugskanon ein gelunges Ende der Veranstaltung.