Untermenue von: Gruppe AMI
- 1: AMI Historie.
- 2: Die Musiker von AMI.
- 3: Kolumne "Neues von der Zweiten Geige".
- 3.1: ADAM: Das Wichtigste.
- 3.2: Danke!.
- 3.3: Cello con carne.
- 3.4: Die AdamDVD ist da!.
- 3.5: Adam in Meppen.
- 3.6: Katholikentag 2006 in Saarbrücken.
- 3.7: WJT 2005: ADAM in Bonn.
- 3.8: Ulm ? Katholikentag 2004.
- 3.9: Die Vögel des Himmels.
- 3.10: ADAM, Jesus, Franz.
- 3.11: Weniger ist mehr.
- 3.12: ADAM auf dem ÖKT in Berlin 2003.
- 3.13: Helium für ADAM.
- 3.14: ADAM in Düsseldorf.
- 3.15: ASSISI 2002 ? aus dem Tagebuch einer Musikwallfahrt.
- 3.16: Katolikentach und die Spur und.
- 3.17: AMI in Neuss.
- 3.18: AMI in Bochum.
Neues von der Zweiten Geige
Petrus in Neuss
- das Fressen geht weiter
Wir trafen uns am Tag vor der Aufführung in Neuss zur Probe im Pfarrsaal von Heilige Drei Könige. Astrid hatte zu Essensspenden aufgerufen und die Tische bogen sich unter der Last der Kalorien, Kuchen und sonstigen Köstlichkeiten. Die Probe begann denn auch mit Fressen und alle stürzten sich mit Begeisterung aufs Buffet und stärkten sich für den langen Probentag. Alle waren beruhigt: die Essensversorgung für die kommenden zwei Tage war zu 150 % gesichert, ein Dank an alle die dazu beigetragen haben.
An dieser Stelle möchte ich die armen Bläser einmal bedauern, die irgendwie damit Schwierigkeiten haben, sich die Bäuche vollzuschlagen und anschließend einen schönen Ton herauszukriegen. Wir Streicher haben glücklicherweise keine Probleme mit dem Mund voll Baseler Läckerli spielen zu können, wenn man sich die Hände gut abwischt vorher.
Die Proben und Pausen.
Peters Bilder beweisen es, wir haben wirklich alle ganz fleißig geprobt, auch die Band. Bei „Gott ist kein Gott, der über allem steht“ hat Birgit ein superschönes Sax-Solo. In der Probe meinte Mark zu ihr: „Du kannst es entweder so spielen wie es in den Noten steht – oder spiel doch einfach schön! Das ist dein Solo.“
Birgits Sax-Solo beim Konzert war einfach geil.
In den Pausen gabs Suppe, Kuchen und andere Köstlichkeiten, die man drinnen oder draußen verspeisen konnte. Normalerweise trifft man ja die Raucher draußen, diesmal sah man eine ganze Schar von Mobilfunktelefonierern (mich eingeschlossen) im Park umherwandeln, etwas schlotternd ob der kühlen Brise. Gregor rannte zwischenzeitlich raus und rein und rüber und runter, schließlich musste er seinem Joggingoutfit (schwarze Leggins und weiße Laufschuhe) gerecht werden. Beim näheren Betrachten entpuppte sich die Leggins als knallenge Jeans. Bei jedem anderen würde sie bei der kleinsten Bewegung reißen…
Die Band hatte etwas länger Pause zwischendurch, als der Chor ran musste. Irgendwann ist man auch vollgestopft und kann nichts mehr essen. Ich war froh, als Paula und Mia mich zum Fangen spielen verpflichteten. Bewegung tat gut. Allerdings musste ich ziemlich schnell feststellen, dass der Kuchen seine Aufgabe gründlich vollbracht und meine Trägheit die einer großen Schildkröte glich. Die Mädels scheuchten mich durch den Park mit diversen Rennspielen (keuch), und ich sehnte mir das Pausenende herbei.
Danach hatten wir tatsächlich eine Generalprobe mit so etwas wie einem Durchlauf. Irgendwann um kurz vor Mitternacht war die Probe zuende. Ich kann mich nicht mehr genau dran erinnern, normalerweise schlafe ich ab 22h.
Die Kirche.
Sie hat den Beinamen „Engelshinternkirche“, und wenn die Decke beleuchtet ist, dann sieht es noch eindrucksvoller aus. Meiomei, was sich der Architekt dabei nun wieder gedacht hat! Weil der Architekt wahrscheinlich ausschließlich mit der perfekten Gestaltung der Decke beschäftigt war, kümmerten ihn tontechnische Einzelheiten des Kirchenraums wohl wenig. Der Sound hatte etwas von einem wolkigen Brei an sich. Wie gut, dass begleitend zu den Liedern und Texten noch Bilder gezeigt werden, die bei schwieriger Beschallung den Gesamtkontext verständlicher machen können. Ich wünschte mir manchmal einen Rückspiegel herbei, den ich an mein Notenpult klemmen kann, damit ich die Bilder auch mal sehen kann.
Das Konzert.
Es gab spannende Momente, zum Beispiel als Leo vergeblich versuchte dem Keyboard den Einsatz zu geben, der dann trotzdem nicht kam. Michael fehlten die Noten. Sowas. Mit einer Engelsgeduld schlug er die Chorpartitur auf und setzte ein.
Dann gab es weniger spannende Momente, zumindest wünschte sich das Publikum irgendwann das Ende herbei und klatschte nach „Seht das Kreuz“ stundenlang Beifall. Kirchenbänke werden nach 2-stündigem Sitzen und Zuhören nicht bequemer.
Nach PETRUS ist vor PETRUS.
Bis bald in Osnabrück!
