Untermenue von: Gruppe AMI
- 1: AMI Historie.
- 2: Die Musiker von AMI.
- 3: AMI Chor.
- 4: Anmeldung AMI-Chor.
- 5: Kolumne "Neues von der Zweiten Geige".
- 5.1: ADAM: Das Wichtigste.
- 5.2: Danke!.
- 5.3: Cello con carne.
- 5.4: Die AdamDVD ist da!.
- 5.5: Adam in Meppen.
- 5.6: Katholikentag 2006 in Saarbrücken.
- 5.7: WJT 2005: ADAM in Bonn.
- 5.8: Ulm ? Katholikentag 2004.
- 5.9: Die Vögel des Himmels.
- 5.10: ADAM, Jesus, Franz.
- 5.11: Weniger ist mehr.
- 5.12: ADAM auf dem ÖKT in Berlin 2003.
- 5.13: Helium für ADAM.
- 5.14: ADAM in Düsseldorf.
- 5.15: ASSISI 2002 ? aus dem Tagebuch einer Musikwallfahrt.
- 5.16: Katolikentach und die Spur und.
- 5.17: AMI in Neuss.
- 5.18: AMI in Bochum.
ADAM, Jesus, Franz
Es heißt ja, die Suche nach dem Menschen im Titel des Oratoriums. Und wir müssen auch jedes Mal neue Menschen für die Band suchen. Diesmal war das Cello (Bernhard) und der Trompeter neu (wieder ein neuer Trompeter, ich glaube Markus...?). Das heißt nicht, dass wir mit den Neuen auch proben würden. Wollen würde Leo ja, aber es bleibt einfach zu wenig Zeit.
Leo wollte uns Geigen was Gutes und meinte: "Der Bernhard hat zu mir gesagt, es ist technisch fast unmöglich an der Stelle so schnell pizziccato zu spielen."
Bernhard: "Doch, doch, man könnte ja versuchen wie ein E-Bass zu spielen, legt den Bogen aus der Hand und..." (er zeigte uns, wie man mit allen Fingern der rechten Hand pizziccato zupfen kann, ziemlich schnell...) "...oder man könnte mit der linken Hand..." (er zeigte noch ein wildes pizziccato)
Wir Geigen sahen und staunten und ahnten, dass Leo diese Argumente besser nicht hören sollte. "Leo, hör nicht so genau hin... Bernhard, lass es doch bei >>es ist technisch fast unmöglich<<, für uns trifft das zu."
Christian durfte sich dieses Mal so richtig austoben. Manchmal hatte man das Gefühl, dass er am liebsten gleichzeitig Bratsche und E-Bass spielen wollte. Aber das ist technisch wirklich unmöglich, auch für Christian, deshalb wechselte er (taktweise oder stückweise) sein Instrument. Bei den Stücken, wo es nicht so eindeutig war:
"Leo, was willst lieber hören, Bratsche oder Bass?" - "Ich hör ja lieber die Bratsche, aber der E-Bass ist wichtiger."
Gregor hat ja seit der letzten Aufführung die Flötenstimme noch drauf, und auf einmal reichte ihm die normale Flötenstimme nicht mehr. Er improvisierte teilweise ein Wahnsinnszeug dazu, um das Loch vom leider immer noch fehlenden Saxophon etwas zu stopfen.
Wir wussten natürlich schon, dass wir in Villingen bestens versorgt werden. Dafür garantierten schon Stef und ihre Firmgruppe, die uns ja in Mainz schon bestens versorgt hatten. Doch die Villinger Eingeborenen übertrafen unsere Vorstellungen noch. Ein FESCHTLE hatten sie organisiert - ein ADAMici-Fescht mit Programm im Zelt und leckerem Buffet, superleckeren Kuchen und Erdbeeren, lecker! Sogar eine kleine Theateraufführung wurde veranstaltet, die Marionetten waren der Hammer.
Als Bandmitglied hat man ja einige Privilegien, eins davon ist, dass man ein Bett zur Übernachtung bekommt. Wir wurden also auf die Gemeindemitglieder verteilt, die Schlafplätze zur Verfügung stellten.
Unsere Gastgeberin bemerkte:
"Ich sehe einen Widerspruch. Franziskus hat die Reichtümer seiner Zeit verachtet und stattdessen Armut und Demut angestrebt. Dafür, dass Sie mit Ihrem Oratorium die Botschaft von Franziskus vermitteln wollen, betreiben Sie einen mächtigen technischen Aufwand."
Wohl wahr, der technische Aufwand - als Reichtum unserer Zeit gesehen - steht in keinem Verhältnis zu den Lehren des Franz. Allerdings, wenn die Zuhörer den Text und die Lieder verstehen sollen, kann man diese Art von Musik mit der Besetzung auch nicht gänzlich ohne Technik aufführen.
In Villingen hatte sich nicht nur die Firmgruppe um Stef Rigling mit der Thematik des ADAM Oratoriums beschäftigt, sondern auch die Gemeinde selbst. Im Liturgiekreis wurde über Kant diskutiert, über Franz und die Suche nach dem Menschen, eine Gottesdienstreihe wurde gestartet - Wahnsinn, wie diese Gemeinde auf unser Konzert vorbereitet war! Für uns Mitwirkende ist das natürlich auch spannend und etwas ganz besonderes, wenn die Zuhörer genauso viel oder womöglich mehr Gedanken darum gemacht haben, als wir in Assisi.
Adam - Jesus - Franz.
Drei Menschen.
